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ERP-Shop-Schnittstelle: Möglichkeiten im Vergleich

Eine ERP-Shop-Schnittstelle lässt sich auf vier gängigen Wegen umsetzen: als manueller Abgleich per CSV-Export und -Import, über eine Middleware- bzw. iPaaS-Plattform, mit einem Standard-Konnektor des Shopsystems oder als native Adapter-Integration direkt in der Shopsoftware. Welcher Weg passt, hängt vor allem davon ab, wie viele Datenarten synchron laufen müssen, wie oft sich Bestände und Preise ändern und wie viel B2B-Sonderlogik – etwa kundenindividuelle Preise – übertragen werden soll.

01Ausgangslage

Warum brauchen B2B-Shops eine ERP-Schnittstelle?

Im B2B ist das ERP-System fast immer das führende System: Dort werden Artikel gepflegt, Bestände geführt, Konditionen verhandelt und Aufträge abgewickelt. Läuft der Onlineshop ohne Verbindung zum ERP, entsteht doppelte Datenpflege – mit den bekannten Folgen: veraltete Bestände, falsche Preise, abgetippte Aufträge und Übertragungsfehler.

Besonders kritisch wird es bei kundenindividuellen Preisen: Die im ERP hinterlegten Konditionen müssen im Shop exakt so ankommen, wie sie verhandelt wurden. Wer Preislisten von Hand in den Shop überträgt, riskiert falsche Angebote – und verliert Vertrauen bei genau den Kunden, die am meisten bestellen.

02Die vier Wege

Welche Integrationswege gibt es?

Alle vier Ansätze haben ihre Berechtigung – sie unterscheiden sich in Aktualität der Daten, laufendem Aufwand und darin, wie gut sie B2B-Sonderfälle abbilden können.

Ansatz Stärken Grenzen Typischer Einsatz
Manueller Abgleich (CSV-Export/-Import) Geringe Einstiegshürde, kein Integrationsprojekt, volle Kontrolle über jeden Import Zeitversetzt und fehleranfällig; Bestände und Preise veralten zwischen den Läufen; Aufwand wächst mit der Datenmenge Kleine Sortimente, seltene Änderungen, Übergangs- oder Pilotphase
Middleware / iPaaS Verbindet viele Systeme über eine Plattform; Mapping und Transformation zentral; oft fertige Bausteine für gängige Systeme Zusätzliches System mit eigenem Betrieb und laufenden Kosten; weitere Fehlerquelle in der Kette; Sonderlogik wie individuelle Preisfindung oft aufwendig abzubilden Heterogene Landschaften mit vielen Endpunkten (Shop, Marktplätze, PIM, Logistik)
Standard-Konnektor des Shopsystems Schnell einsatzbereit; für Standardfälle erprobt; meist günstiger als eine Individualentwicklung Deckt nur die vorgesehenen Felder und Prozesse ab; B2B-Spezifika wie Preislisten oder Freigabe-Workflows erfordern häufig Anpassungen; Abhängigkeit von Plugin-Updates Standard-Shops mit gängiger ERP-Shop-Kombination und wenig Sonderlogik
Native Adapter-Integration Tief in die Shopsoftware integriert; B2B-Logik wie kundenindividuelle Preise durchgängig; keine Zwischensysteme in der Kette Pro ERP-System wird ein eigener Adapter benötigt; höherer Abstimmungsaufwand zu Projektbeginn; Bindung an den Shopanbieter B2B-Shops mit dem ERP als führendem System und individuellen Konditionen je Kunde
03Datenarten

Welche Daten müssen synchron sein?

Unabhängig vom gewählten Integrationsweg sind es in der Praxis sechs Datenarten, die zwischen ERP und Shop laufen müssen – in beide Richtungen:

ERP → SHOP

Artikel

Stammdaten, Bezeichnungen, Einheiten und Verpackungseinheiten – gepflegt im ERP, dargestellt im Shop.

ERP → SHOP

Bestände

Verfügbarkeiten aus dem ERP, damit der Shop keine Zusagen macht, die das Lager nicht halten kann.

ERP → SHOP

Preise & Preislisten

Listenpreise und kundenindividuell verhandelte Konditionen – die anspruchsvollste Datenart im B2B.

BEIDE RICHTUNGEN

Kunden

Kundenkonten und Zuordnungen, damit jeder Login im Shop dem richtigen ERP-Kunden mit den richtigen Konditionen entspricht.

SHOP → ERP

Aufträge

Shop-Bestellungen landen ohne Abtippen als Auftrag im ERP – der Hauptgrund für die Schnittstelle.

ERP → SHOP

Auftragsstatus

Rückmeldungen zum Bearbeitungsstand, damit Kunden im Shop sehen, was aus ihrer Bestellung geworden ist.

04Praxis

Worauf beim ERP-Shop-Projekt achten?

01

Führendes System festlegen

Für jede Datenart muss klar sein, welches System die Wahrheit hält – im B2B in der Regel das ERP für Artikel, Preise und Kunden. Zwei Systeme, die dieselben Daten pflegen, sind der häufigste Projektfehler.

02

Preislogik im ERP lassen

Rabattstaffeln und Kundenkonditionen sollten nicht im Shop nachgebaut werden. Der Shop zeigt die Preise an, die das ERP liefert – sonst laufen beide Preiswelten unweigerlich auseinander.

03

Fehlertoleranz und Monitoring einplanen

Jede Schnittstelle fällt irgendwann aus – entscheidend ist, dass Übertragungen wiederholt werden, Fehler protokolliert sind und jemand benachrichtigt wird, bevor Kunden es merken.

04

Mit realistischen Testdaten testen

Echte Artikelvielfalt, Sonderzeichen, Verpackungseinheiten und vollständige Preislisten gehören in den Test – die meisten Schnittstellenfehler zeigen sich erst an den Rändern der realen Daten.

05Einordnung

Wie löst die CS Order Suite die ERP-Anbindung?

Die CS Order Suite, die mandantenfähige B2B-Shopsoftware der CS Management & IT-Beratung GmbH, geht den vierten Weg: eine native Adapter-Architektur, bei der pro ERP-System ein eigener Adapter die Übersetzung übernimmt. Aktuell verfügbar ist der Adapter für SAP Business One.

Artikel, Bestände, kundenindividuelle Preise und Aufträge werden zwischen ERP und Shop synchronisiert – die Preislogik bleibt dabei im ERP, jeder Geschäftskunde sieht nach dem Login seine verhandelten Konditionen. Ob dieser Weg zu Ihrer Systemlandschaft passt, klären wir am besten im direkten Gespräch.

Weiterlesen: Was kostet ein B2B-Onlineshop? Zum Artikel →

Fragen zur ERP-Anbindung Ihres Shops?

Bringen Sie Ihre Systemlandschaft mit – wir schauen gemeinsam, welcher Integrationsweg für Ihren Betrieb der richtige ist.

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