Was kostet ein B2B-Onlineshop?
Die Kosten eines B2B-Onlineshops hängen im Wesentlichen von vier Faktoren ab: dem Lizenzmodell der Shopsoftware, dem Umfang der ERP-Integration, dem Grad der Individualisierung und dem laufenden Betrieb. Eine pauschale Zahl gibt es nicht — belastbar wird eine Kalkulation erst, wenn diese vier Punkte für den konkreten Anwendungsfall geklärt sind.
Dieser Ratgeber zeigt, aus welchen Bausteinen sich die Gesamtkosten zusammensetzen, welche Lizenzmodelle es gibt und welche Anforderungen im B2B das Budget besonders beeinflussen.
Welche Kostenblöcke gibt es?
Unabhängig vom Anbieter setzt sich ein B2B-Shop-Projekt aus fünf wiederkehrenden Kostenblöcken zusammen. Wer Angebote vergleicht, sollte alle fünf einzeln abfragen — sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen.
| Kostenblock | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Lizenz / Miete | Das Nutzungsrecht an der Shopsoftware — als einmalige Kauflizenz oder laufende Miete. Die Höhe richtet sich nach Funktionsumfang, Anzahl der Shops bzw. Mandanten und dem Nutzungsmodell. |
| Implementierung | Einrichtung und Konfiguration: Sortiment, Kundengruppen, Bestellprozesse und Workflows werden abgebildet. Der Aufwand steigt mit jeder individuellen Anforderung. |
| ERP-Schnittstelle | Die Anbindung an das Warenwirtschaftssystem: Artikel, Bestände, Preise und Aufträge müssen synchron laufen. Je nach ERP und Datenqualität einer der größten Einzelposten im Projekt. |
| Design & Content | Anpassung an das eigene Corporate Design sowie Produktdaten, Bilder und Texte. Bei mehreren Marken-Shops fällt dieser Block entsprechend mehrfach an. |
| Betrieb & Wartung | Hosting, Updates, Support und Weiterentwicklung nach dem Go-live. Dieser laufende Block wird in Kalkulationen am häufigsten unterschätzt. |
Welche Lizenzmodelle gibt es?
Drei Modelle bestimmen den Markt: SaaS-Miete, Kauflizenz und Individualentwicklung. Welches wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt vom Planungshorizont und der Zahl der Sonderanforderungen ab — nicht vom Einstiegspreis allein.
| Modell | Kostenstruktur | Zu beachten |
|---|---|---|
| SaaS-Miete | Laufende Gebühr, geringe Anfangsinvestition; Updates und Betrieb sind meist enthalten. | Gebühren summieren sich über die Jahre; tiefe Individualisierung und spezielle B2B-Prozesse sind nicht in jedem System möglich. |
| Kauflizenz | Einmalige Lizenz plus laufende Wartung; langfristig gut kalkulierbar. | Höhere Anfangsinvestition; Betrieb, Updates und Weiterentwicklung müssen vertraglich geregelt oder selbst organisiert werden. |
| Individualentwicklung | Projektbudget nach Aufwand; jede Funktion wird eigens gebaut. | Höchste Anfangskosten und längste Projektlaufzeit; jede spätere Erweiterung bleibt dauerhaft im eigenen Budget. |
In der Praxis sind auch Mischformen üblich — etwa eine Standardsoftware als Basis, die um projektspezifische Anpassungen ergänzt wird. Entscheidend ist, dass alle fünf Kostenblöcke aus Abschnitt 01 im Angebot ausgewiesen sind.
Was treibt die Kosten im B2B besonders?
B2B-Shops unterscheiden sich vom B2C vor allem durch Prozesse, die es im Endkundengeschäft gar nicht gibt. Genau diese Anforderungen entscheiden darüber, ob ein Projekt im Rahmen bleibt oder aus dem Ruder läuft.
Kundenindividuelle Preise
Im B2B sieht jeder Geschäftskunde nach dem Login seine verhandelten Konditionen. Diese Preislogik kommt aus dem ERP und muss zuverlässig im Shop ankommen — deutlich komplexer als eine einheitliche Preisliste im B2C. Mehr zu kundenindividuellen Preisen →
ERP-Anbindung
Artikel, Bestände, Preise und Aufträge laufen zwischen ERP und Shop hin und her. Ob dafür ein fertiger Adapter existiert oder individuell entwickelt werden muss, macht im Budget einen erheblichen Unterschied. Mehr zur ERP-Anbindung →
Freischaltungs-Workflows
Typisch B2B: Neukunden registrieren sich, werden geprüft — und erst nach der Freischaltung sind Preise sichtbar und Bestellungen möglich. Dieser Prozess muss im Shop sauber abgebildet sein. Mehr zum Händlerportal →
Mehrsprachigkeit
Jede zusätzliche Sprache bedeutet Übersetzungen, gepflegte Produktdaten und Tests. Software, die Mehrsprachigkeit von Haus aus mitbringt, senkt den laufenden Aufwand spürbar. Mehr zum mehrsprachigen B2B-Shop →
Mehrere Shops und Marken
Wer mehrere Marken, Länder oder Kundengruppen bedient, zahlt bei klassischen Systemen schnell mehrfach: pro Shop eine Installation. Mandantenfähige Systeme betreiben mehrere Storefronts aus einer Installation. Mehr zum Multi-Mandanten-Shopsystem →
Wie bekomme ich eine belastbare Zahl?
Der schnellste Weg zu einer verlässlichen Kalkulation führt über drei Schritte — und nicht über den Vergleich von Listenpreisen.
Welches ERP ist im Einsatz? Wie komplex ist die Preislogik? Wie viele Sprachen, Shops und Kundengruppen? Gibt es einen Freischaltungs-Prozess für Neukunden?
Jedes Angebot sollte die fünf Kostenblöcke aus Abschnitt 01 einzeln ausweisen — inklusive der laufenden Kosten für Betrieb und Wartung.
Lassen Sie sich die eigenen Anwendungsfälle im System zeigen — etwa den Bestellweg eines Stammkunden mit seinen Konditionen. So werden Lücken früh sichtbar.
Für mittelständische Hersteller und Großhändler im DACH-Raum, die einen Händler- oder Werkstattshop mit ERP-Integration planen, ist die CS Order Suite eine Option: eine mandantenfähige B2B-Shopsoftware auf Laravel-Basis mit ERP-Anbindung über eine Adapter-Architektur (aktuell verfügbar: SAP Business One), kundenindividuellen Preisen und drei Sprachen (DE/EN/ZH) in einer Installation. Die Konditionen richten sich nach dem konkreten Projekt — eine belastbare Zahl klären wir in einem Demo-Gespräch.
Belastbare Zahlen für Ihr Projekt?
Schildern Sie uns Ihre Anforderungen — ERP, Preislogik, Sprachen, Kundengruppen. Im Demo-Gespräch klären wir, was Ihr B2B-Shop wirklich kosten würde.
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