Onventis-Katalog anbinden: Kosten und Wege für Lieferanten
Ihr Kunde stellt seinen Einkauf auf Onventis um – und bittet Sie als Lieferant, einen elektronischen Katalog bereitzustellen. Im selben Atemzug liegt ein Angebot mit Einrichtungsgebühren auf dem Tisch, oft eine Position um die 599 €. Was steckt dahinter? Dieser Beitrag ordnet ein, was die Anforderung bedeutet, welche zwei Anbindungswege es gibt, wofür die Gebühren anfallen – und wo die eigentlichen Kosten entstehen: nicht bei der Einrichtung, sondern in der laufenden Katalogpflege.
Vier Dinge, die Sie als Lieferant wissen sollten
Statischer Katalog oder OCI-Punchout – Stärken und Grenzen
| Weg | Stärken | Grenzen | Typische Nutzung |
|---|---|---|---|
| Statischer Katalog (BMEcat oder Excel-Vorlage) | Schnell eingerichtet, keine eigene Infrastruktur; der Katalog liegt bei Onventis und funktioniert auch, wenn Ihre Systeme offline sind | Preise und Bestände sind so aktuell wie der letzte Upload; jede Änderung heißt neue Datei plus erneute Freigabe durch den Kunden; kundenindividuelle Preise bedeuten einen gepflegten Katalog je Auftraggeber | Überschaubares Sortiment, stabile Preise, ein oder wenige Onventis-Kunden |
| Dynamisch: OCI-Punchout in den eigenen Shop | Der Einkäufer springt aus Onventis in Ihren Live-Shop: Preise, Bestände und Sortiment sind immer aktuell, kundenindividuelle Konditionen inklusive – ein Shop bedient alle Punchout-Kunden, Katalogpflege je Kunde entfällt | Setzt einen punchout-fähigen Shop voraus; Einrichtung je Kundenverbindung; Ihr Shop muss erreichbar und gepflegt sein – er ist jetzt Teil des Einkaufsprozesses Ihres Kunden | Großes oder bewegliches Sortiment, kundenindividuelle Preise, mehrere E-Procurement-Kunden |
Was kostet die Onventis-Anbindung – und was steckt hinter den 599 €?
Onventis berechnet Lieferanten einmalige Einrichtungsgebühren, je nach Weg; dazu können laufende Gebühren etwa für Katalog-Hosting oder die Punchout-Nutzung kommen, teils abhängig vom Bestellvolumen. Die Größenordnungen:
Stand: Oktober 2026, ca.-Angaben laut öffentlichen Preisinformationen und Lieferantenleitfäden von Onventis – maßgeblich ist das Angebot, das Sie von Onventis bzw. Ihrem Kunden erhalten.
Die ehrliche Rechnung geht aber über die Gebühren hinaus: Der größte Posten ist die laufende Katalogpflege. Beim statischen Katalog kostet jede Preisrunde, jede Sortimentsänderung und jeder Tippfehler eine neue Datei, einen Upload und eine Kundenfreigabe – je Auftraggeber. Genau diese Arbeit entfällt beim Punchout, weil Preise und Bestände live aus Ihrem System kommen.
Ihr Shop wird der Katalog: Punchout mit Live-Preisen aus SAP B1
Beim Punchout ist die Kernfrage nicht der Absprung aus Onventis, sondern die Preise: Der Einkäufer muss seine verhandelten Nettopreise sehen – und die stammen aus dem ERP. In der CS Order Suite ist OCI 4.0 Teil des Standards und arbeitet direkt auf den kundenindividuellen Preisen aus SAP Business One – derselbe Shop bedient Onventis, SAP Ariba, SAP SRM und die Händler, die direkt bei Ihnen bestellen.
Ein überschaubares Sortiment mit stabilen Listenpreisen für einen einzelnen Onventis-Kunden? Dann reicht der statische Katalog völlig – den erzeugen wir auf Wunsch direkt aus SAP Business One als BMEcat. Punchout lohnt, sobald Preise kundenindividuell sind, sich das Sortiment bewegt oder mehrere Einkaufssysteme bedient werden wollen. Beides kann parallel laufen – aus derselben B1-Firma.
Onventis-Anforderung auf dem Tisch – Katalogdatei oder Punchout?
Bringen Sie die Anforderung Ihres Kunden und Ihr Sortiment mit – wir schauen gemeinsam, welcher Weg sich für Sie rechnet und was Ihr SAP Business One dafür schon mitbringt.
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CS Management & IT-Beratung GmbH
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